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Seilpark im Forst in Triesen: Kletterspass für die ganze Familie

Ein vorsichtiger Schritt, kurz das Gleichgewicht finden und dann weiter zur nächsten Station: Solche kleinen Abenteuer machten den Seilpark im Forst in Triesen für Familien besonders. Drei Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und ein eigener Kinderbereich boten Gelegenheit, gemeinsam draussen zu sein und sich an neue Herausforderungen heranzutasten.

Wichtig für die Ausflugsplanung: Der Seilpark im Forst wurde nach der Saison 2025 endgültig geschlossen und zurückgebaut. Ein Kletterbesuch ist dort nicht mehr möglich. Bereits im Mai 2025 hatte das Liechtensteiner Vaterland über die letzte Saison des Hochseilgartens in Triesen berichtet. Der folgende Rückblick beschreibt das frühere Angebot und gibt Familien Anregungen für künftige Seilparkbesuche.

Drei Parcours für unterschiedliche Herausforderungen

Nicht alle Familienmitglieder bringen dieselbe Klettererfahrung mit. Manche bewegen sich selbstverständlich über schwankende Elemente, andere brauchen zunächst Zeit, um Vertrauen in die Ausrüstung und die eigenen Bewegungen zu gewinnen. Die drei unterschiedlich schwierigen Parcours im Seilpark Triesen boten dafür verschiedene Möglichkeiten.

Leichter Einstieg: erst einmal Sicherheit gewinnen

Ein einfacher Parcours ist eine gute Gelegenheit, den Ablauf kennenzulernen: Wie setze ich meine Füsse? Wo finde ich Halt? Wie fühlt es sich an, wenn sich ein Element unter mir bewegt?

Gerade beim ersten Besuch lohnt es sich, langsam anzufangen. Auch sportliche Kinder müssen sich zunächst an das Klettern mit Sicherung gewöhnen. Erwachsene können dabei helfen, indem sie Ruhe ausstrahlen und genügend Zeit lassen.

Mittlere Schwierigkeit: Bewegungen bewusster planen

Mit steigender Schwierigkeit werden Geschicklichkeit, Balance und Konzentration stärker gefordert. Es hilft, vor einer Aufgabe kurz stehen zu bleiben und den nächsten Schritt zu überlegen.

Für Familien liegt darin ein schöner gemeinsamer Moment: sich gegenseitig beobachten, ermutigen und über unterschiedliche Lösungswege staunen. Ein Kind entdeckt vielleicht einen geschickten Bewegungsablauf, während ein Elternteil etwas länger braucht.

Anspruchsvollere Aufgaben: die eigenen Grenzen respektieren

Die schwierigste Stufe richtet sich an Menschen, die sich bereits sicher fühlen und weitere Herausforderungen suchen. Trotzdem sollte die Entscheidung für einen Parcours immer zur eigenen Tagesform und zu den Vorgaben des jeweiligen Parks passen.

Niemand muss alle Schwierigkeitsstufen absolvieren. Eine gelungene Kletterrunde endet mit dem Gefühl, etwas geschafft zu haben – auch wenn die anspruchsvollste Strecke ausgelassen wurde.

Der Kinderpark: Raum für die ersten Kletterversuche

Zum früheren Angebot im Forst gehörte ein eigener Kinderbereich mit einem durchgehenden Sicherungssystem. Damit hatten auch jüngere Kinder einen Bereich, in dem sie erste Erfahrungen mit dem Klettern sammeln konnten.

Bei einer durchgehenden Sicherung bleiben die Kinder während des vorgesehenen Parcoursablaufs mit dem System verbunden. Wie der Einstieg und das Verlassen funktionieren, muss das Personal erklären. Eine solche Sicherung ersetzt weder die Einweisung noch die erforderliche Aufsicht.

Für Eltern ist bei der Auswahl eines Kinderparcours wichtig, mehr als das Alter zu berücksichtigen. Körpergrösse, Reichweite, Geschicklichkeit und die Fähigkeit, Anweisungen zu verstehen, spielen ebenfalls eine Rolle. Die verbindlichen Teilnahmebedingungen legt der jeweilige Betreiber fest.

Manchmal ist schon der erste selbstständig bewältigte Übergang das grösste Erlebnis des Tages. Dafür braucht es keinen besonders hohen oder schwierigen Parcours.

Gemeinsam klettern, ohne Druck aufzubauen

Ein Familienausflug in einen Seilpark bietet viele Gelegenheiten, einander zu unterstützen. Das gelingt am besten, wenn jedes Familienmitglied sein eigenes Tempo behalten darf.

Hilfreich sind konkrete, ruhige Hinweise: «Schau zuerst, wo dein nächster Fuss hinpasst» lässt sich leichter umsetzen als ein hastiges «Weiter!». Vergleiche zwischen Geschwistern können dagegen zusätzlichen Druck erzeugen.

Wenn jemand Angst bekommt, helfen Geduld und die Unterstützung des Personals. Eigenständige Rettungsversuche oder Veränderungen an der Sicherung sind keine Lösung. Besprecht schon vor dem Start, wie ihr bei Unsicherheit Hilfe anfordert.

Auch eine Pause gehört dazu. Wer müde wird oder sich kaum noch konzentrieren kann, sollte die nächste Runde verschieben.

So bereitet ihr einen künftigen Seilparkbesuch vor

Die Kletterausrüstung wurde im Seilpark im Forst vor Ort bereitgestellt. Für einen Besuch in einer anderen Anlage solltet ihr vorab klären, welche Ausrüstung enthalten ist und welche persönlichen Dinge ihr mitbringen müsst.

Eine kurze Vorbereitung erleichtert den Ausflug:

  • Teilnahmebedingungen prüfen: Erkundigt euch nach Mindestalter, Körpergrösse oder Greifhöhe sowie nach den Regeln zur Begleitung von Kindern.
  • Passende Kleidung wählen: Geschlossene, gut sitzende Schuhe mit griffiger Sohle und Kleidung, die Bewegungsfreiheit lässt, sind sinnvoll. Bindet lange Haare zusammen und legt Schmuck ab.
  • Zeit für die Einweisung einplanen: Alle Beteiligten sollten aufmerksam zuhören und Unklarheiten vor dem Start ansprechen.
  • Wetter und Betrieb prüfen: Informiert euch vor der Anreise über die tatsächliche Öffnung und mögliche wetterbedingte Einschränkungen.
  • Pausen ermöglichen: Nehmt ausreichend Getränke mit und plant den Tag so, dass keine Kletterrunde unter Zeitdruck stattfinden muss.

Für Kindergeburtstage, Schulklassen oder grössere Familiengruppen lohnt es sich ausserdem, Reservierung und Aufsicht frühzeitig mit dem jeweiligen Anbieter zu besprechen.

Was vom Familienabenteuer im Forst bleibt

Der Seilpark im Forst verband Bewegung im Freien mit Aufgaben, die Mut, Geschicklichkeit und gegenseitige Unterstützung verlangten. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und der Kinderbereich machten gemeinsame Ausflüge möglich, bei denen nicht alle dasselbe leisten mussten.

Wer heute einen Seilpark in Liechtenstein oder der umliegenden Region sucht, sollte aktuelle Angebote und Teilnahmebedingungen direkt beim jeweiligen Betreiber prüfen. Die wichtigste Idee lässt sich vom früheren Park in Triesen mitnehmen: Ein schöner Klettertag entsteht, wenn alle eine passende Herausforderung finden und Zeit haben, daran zu wachsen.